Darmspiegelung

Zur Abklärung, ob im Darm alles in Ordnung ist, gibt es zwei Möglichkeiten – Stuhltest auf Blut oder eine Darmspiegelung. Leider wird die Spiegelung zu wenig genutzt trotz erheblicher Vorteile. Es sollte doch jedem klar sein, je früher Darmkrebs erkannt wird, umso höher sind die Überlebenschancen im Ernstfall. Erschreckender Weise nehmen aber immer weniger Menschen eine Darmkrebs-Früherkennung mit einem Stuhltest in Anspruch. Und dies vor dem Hintergrund, dass Darmkrebs die dritthäufigste Krebserkrankung bei Männern und bei Frauen die zweithäufigste. Laut einer Analyse der Barmer haben die Koloskopien zur Früherkennung deutlich zugenommen. Jedoch ist die Zahl der Untersuchungen noch zu niedrig, obwohl die Darmspiegelung die sichere Methode ist, frühzeitig Krebs zu erkennen. Klar, die Prozedur ist aufwendig. Drei Tage vorher bestimmte Regel bei der Ernährung beachten, die Darmentleerung und vor der endoskopischen Untersuchung Beruhigungs- oder Narkosemittel nehmen, wer mag das schon. Eine Koloskopie zur Früherkennung sollte bereits ab einem Alter von 50 Jahren angeboten werden fordert die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Vor allem Männer hätten ein höheres Risiko. Laut Bundesgesundheitsministerium bekommen ab April 2019 nun Männer ab 50 Jahren einen Hämoccult-Test oder die Darmspiegelung von der Kasse bezahlt. Bei den Frauen wird eine Koloskopie zur Früherkennung ab 55 Jahren übernommen. Auch bei älteren Menschen mit 70 oder 80 Jahren ist diese Untersuchung noch sinnvoll aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung. Jeder sollte diese Chance nutzen – Schnellerkennung kann Leben retten! Schauen Sie doch auch in unserem Online-Shop. Hier finden Sie viele für Sie interessante Artikel.

Quelle: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/darmkrebs-viele-deutsche-vernachlaessigen-frueherkennung-a-1241205.html