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Gießener Wissenschaftler des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Justus-Liebig-Universität identifizierten einen Escherichia coli-Stamm. Dieser breitet sich seit ein paar Jahren rasant in Deutschland aus und ist gegen mehrere Antibiotika gleichzeitig unempfindlich. Besonders in Krankenhäusern führen Antibiotika resistente Bakterien zu Komplikationen bei Behandlungen von Infektionen. Fast 1000 Isolate von Bakterien aus Mensch, Tier, Umwelt und Lebensmitteln, die Beta-Laktamasen mit erweitertem Spektrum (ESBL) produzieren wurden in einer Studie untersucht.

In den Untersuchungen identifizierten die Forscher gezielt Gene für die Beta Laktamasen. Sie suchten nach einer Untergruppe eines multiresistenten E. coli-Stamm vom Sequenztyp 131 (ST131), welcher weltweit für Millionen von Infektionen verantwortlich ist, wie z. B Blasenentzündungen und Sepsis und welcher das seltene ESBL-Gen blaCTX-M-27 trägt. Die Forscher fanden es ausschließlich in menschlichen Isolaten und konnten eine Steigerung der Häufigkeit von 0 Prozent 2009 auf 45 Prozent 2016 nachweisen.

Unterstützt wurde das Projekt vom DZIF und vom Forschungsverbund RESET. Dieser hat sich der Untersuchung von Resistenzen gegen Antibiotika in Enterobakterien verschrieben. Bei der Sammlung multiresistenter Infektionserreger von Tier und Mensch arbeiten seit 2013 Wissenschaftler des DZIF, Schwerpunkt „Krankenhauskeime" und Antibiotika resistente Bakterien und der Forschungsverbund RESET zusammen.

Das Erbgut der Isolate dieser umfangreichen Sammlung wurde in der Bioinformatischen Abteilung des DZIF sequenziert und die bakteriellen Genome in einer Datenbank hinterlegt. Zur näheren Untersuchung des Vorkommens von Resistenzen wird diese Genom-Datenbank sehr erfolgreich genutzt.

(Quelle: https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/article/946070/antibiotikaresistenzen-multiresistenter-e-coli-stamm-vormarsch.html, 23.10.2017)

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