blutdruck

Auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in München wurden die neuen EU-Leitlinien zur Behandlung der Hypertonie vorgestellt. Zukünftig sollen betroffene Patienten von Beginn an eine Kombinationstherapie erhalten. Bisher wurden sie mit einer Monotherapie behandelt. Die Behandlung wird beim größten Teil der Hypertoniker künftig mit einer sogenannten Fixdosis-Kombination mit zwei oder drei unterschiedlich wirkenden blutdrucksenkenden Substanzen durchgeführt. Bisher wurde nur bei Bedarf mit einem zweiten oder dritten Medikament die Therapie kombiniert. „Die medikamentöse Therapie soll nun primär als Zweifach-Kombinationstherapie aus ACE-Hemmern oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARB) und Kalziumantagonist oder Thiaziddiuretikum erfolgen, die Monotherapie hat als Erstlinientherapie ausgedient“, sagt Professor Dr. Bernhard K. Krämer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga. Vorteil sei, so Krämer, das Kombinationspräparate zum Teil niedriger dosiert kombiniert werden, was die Nebenwirkungen senkt. Analysen zufolge einer Studie der Forscher um Dr. Ruth Webster vom George Institute for Global Health in Sydney, kam es bei den Patienten, die eine Dreifachkombination erhielten, nach sechs Monaten zu einer wirksameren Blutdrucksenkung als bei der gängigen Behandlung mit einem Antihypertonikum. Kombinationstherapien sind zwar in der Regel teurer als Monotherapien, dies dürfte sich jedoch relativieren angesichts der Tatsache, dass Folgekomplikationen von unbehandeltem Bluthochdruck das Gesundheitssystem finanziell unnötig belasten.

(Quelle:https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/pharmazie/neue-blutdruck-leitlinie-monotherapie-hat-ausgedient-hypertonie)

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